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„Heinz Schenk wäre neidisch“

Dreißig Jahre nach dem Ende von Heinz Schenks Kult-Show „Zum Blauen Bock“ will Bäppi La Belle sie auf seine Art neu interpretieren.

Kurz bevor die Kameras angehen, sagt Thomas Bäppler-Wolf seinen Zuschauern ganz klar, was er gleich von ihnen erwartet: „Immer lachen, keine Hackfresse ziehen: Ansonsten dürft ihr alles: Lauft nackig über den Tisch. Hauptsache ihr geht in den nächsten 90 Minuten nicht aufs Klo.“ Da werden die erste Gäste am Dienstagabend schon etwas nervös. Es ist die allererste Aufzeichnung seiner Internet-Show „Lieber blau als kein Bock“, die im Januar ausgestrahlt werden soll.

„Die erste richtige Fernsehshow seit 1987“ ist der Slogan. Bäppler-Wolf alias Travedy-Star (eine Mischung aus Travestie und Comedy) „Bäppi La Belle“ möchte 30 Jahre nach dem Ende von Heinz Schenks Kult-Show „Zum Blauen Bock“ diese zusammen mit der „Bembel GmbH-Agentur für Reklame“ auf seine Art neu interpretieren.

Er wird dafür von einer Frankfurter Ebbelwei-Kneipe zur nächsten reisen: Die Premieren-Aufzeichnung ist in der „Schönen Müllerin“ in Bornheim. Thomas Bäppler-Wolf läuft wenige Minuten vor Beginn noch halb geschminkt durch die da schon sehr volle Kneipe. Sein blauer Lidschatten ist schon drauf, aber es fehlen noch die Perücke, die man auch für die Rolle der netten, biederen 50-Plus-Nachbarin aus einer Arzt-Serie tragen könnte, und das grüne Kleid, das er als Wirtin Lia Wöhr anzieht.

Sechs „Talk“-Gäste

„Der Bock des Abends“ so was wie der „Depp des Abends“ sitzt schon mit einer Bembel-Häkelklorolle auf dem Kopf in einer Ecke: Gast Nico aus dem Saarland war einer der zahlreichen Bewerber. Und er freut sich mit seinem saarländischen Dialekt und Fußball-Kommentaren, etwas Nonsense-Talk zur Show beizutragen. Als Sidekick ist Thomas Isser als Offenbacher Kellner Reno mit Fliege im Einsatz. Am Keyboard sitzt Gabriel Groh. Und ja, es gibt auch ein eigenes „Lieber blau als gar kein Bock“-Lied, das Bäppler-Wolf singt. Genau, etwas zum Mitschunkeln und Mitsingen auch einige Bembel später am Abend. Schlager- und Fastnachtfans werden hier glücklich. Die Rolle als Gastgeberin Lia Wöhr hat Bäppler-Wolf bewusst gewählt: Frankfurts Mundart-Dichterin und Schauspielerin Lia Wöhr begleitete Heinz Schenk von 1957 bis 1987 auf seiner Tour durch Hessen und war lange Zeit auch Produzentin von „Zum Blauen Block“.

Info

Zur Sendung

Ab 22. Januar wird monatlich eine Folge immer in einer anderen Frankfurter Ebbelwei-Kneipe abgedreht. Tickets kosten 25 Euro. Alle Termine und Tickets gibt eunter: info@theatrallalla.de.

 

 

Dem Heinz Schenk hätte es gefallen

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Bei Bäppis Bock schunkeln alle mit

Im Kleid wie einst Lia Wöhr und mit einem losen Mundwerk wie Heinz Schenk moderierte Bäppi am Dienstagabend in der Schönen Müllerin die Pilotsendung von "Lieber blau als gar kein Bock." Ein Abend mit Talk, Gesang und Bembelseligkeit.
Dienstagabend, 20 Uhr: In der von rund 50 dicht bei einander sitzenden Gästen und vom Sauerkrautdampf aus der Küche aufgewärmten Luft in der Traditionsapfelweinkneipe „Schönen Müllerin“ knistert es. Die Anspannung ist spürbar, gleich beginnt die Aufzeichnung der Pilotfolge vom „Lieber blau als gar kein Bock“, die sich als inoffizielle Fortsetzung der Kultsendung „Zum Blauen Bock“ versteht. Ab Januar soll die monatliche Sendung, die in immer anderen Apfelweinkneipen gedreht wird, im Internet zu sehen sein. Beim Apfelweinfestival soll dann außerdem eine Livesendung stattfinden.

Das Stöffche fließt in der Müllerin in Strömen, bei jedem 8-er-Bembel gibt es Bembelalarm und eine grüne Lichtsirene flackert auf. Beste Voraussetzungen für einen stimmungsvollen, schunkeligen Abend, bei dem bei den vorgetragenen Liedern tüchtig mitgeklatscht wird. Und nicht nur wegen der zwei laufenden Kameras wird ordentlich mitgegrölt und gejubelt. Von zig absolvierten Shows und Fastnachtssitzungen weiß Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi, wie er seine treuen Fans mit schlagfertigen Sprüchen und Gags bei Laune hält, an seiner Seite ein Offenbacher Oberkellner namens Reno, der Sidekick. Mit dabei auch „Der Bock des Abends“, ein Mann namens Nico aus dem Saarland, der ein gehäkeltes Toilettenrollenmützchen auf dem Kopf trägt und sich freiwillig aufziehen lässt.

Sechs ganz unterschiedliche und nur teilweise prominente Gäste hat sich Bäppi eingeladen, die er in kurzen Talkrunden befragt, immer wieder unterbrochen von Schunkelliedern, bei denen kräftig mitgesungen wird. Er will bekannte Unbekannte in der Sendung haben, wie er erklärt. Darunter die Stadtverordnete der SPD, Stella Stilgenbauer, die laut Bäppi figürlich „der Schatten einer Fahrradspeiche“ ist und hauptberuflich dennoch Secondhandmode für kräftige Frauen verkauft. Im Sandweg hat sie ihre Boutique. „Man wird ja gern mal dicker, wenn man in die Wechseljahre kommt, da wollte ich drauf vorbereitet sein“, sagt Stilgenbauer. Sie ist mittlerweile seit fast 15 Jahren drauf vorbereitet. Oder wie Bäppi sagt: „Dicke Weiber sterben net aus.“ Der Mann im grünen Lia-Wöhr Gedenkdirndl muss es ja wissen. Stilgenbauer bekommt, wie jeder andere Gast auch, nach einer kurzen Plauderrunde einen weißen Schal geschenkt, was Praktischeres als einen Bembel wie damals beim Blauen Bock.

Und so lernt man auch den Sprecher des Frankfurter CSD, Joachim Letschert, kennen und erfährt, dass Bäppi mal betrunken beim Christopher Street Day 3000 schwullesbische Tanzpaare rekordverdächtig in Mambo unterrichtet hat und damit ins Guinessbuch kam. Bäppi will übrigens Anfang Januar heiraten, jetzt wo das gleichgeschlechtliche Paare endlich dürfen. Doch für ihn hat das auch eine Kehrseite: „Ehe für alle kotzt mich an. Bisher war es eine schöne offene Beziehung und jetzt ist es Ehebruch.“ Die Stimmung im Saal ist am Siedepunkt, da heizt Apfelweinwirt und Fastnachtsurgestein Torsten Dornberger mit einem Gesangsbeitrag weiter ordentlich ein, musikalisch begleitet von Gabriel Groh, dem Ein-Mann-Palastorchester des Abends. Prominent dann auch Stephan Siegler, der erste Bürger der Stadt, der als Stadtverordnetenvorsteher im Stadtparlament ranghöher ist als der Oberbürgermeister, was aber kaum einem bewusst ist. In etwa so wie es auch beim Bundestagspräsidenten im Verhältnis zur Bundeskanzlerin der Fall ist. Siegler jedenfalls kann, so führte Bäppi süffisant aus, der ja selbst Stadtverordneter ist aus, Jutta Ditfurth den Saft abdrehen, also die Redezeit beenden. Hauptberuflich ist Siegler aber Polizist und ermittelt bei Wirtschaftsdelikten und dann ist er auch noch Vize-Präsident des FSV. Dazu passt Bäppis Benefiz-Song zugunsten des FSV, eine Neuauflage von Gerd Fröbes Sprechgesang: „Lass doch mal Dampf ab!“

Mit einer tänzerischen Performance von René Rexhausen, der sich als eine Mischung aus Nancy Sinatra und Jessica Simpson verkleidet und viel nackte Haut zeigt und einer gerappten Version von „Die Frau Rauscher aus der Klappergass’“ vorgetragen von Caser Nova neigt sich der stimmungsvolle Abend nach 90 Minuten dem Ende zu. Bäppi hat bei der ersten Sendung wie in Gottschalkmanier überzogen, aber für die Internetsendung wird das alles zu einer knackigen Stunde zusammengeschnitten. Mit intensiverem Talk könnte die Sendung den Charme von Ina’s Nacht gemischt mit Schenk’schen Elementen bekommen, vielleicht dann beim nächsten Mal. Die nächste Aufzeichnungin Kooperation mit der Bembel Gmbh findet übrigens am 22.1. in der Gaststätte Zum Rad statt.

 
 
Frankfurter Wochenblatt – 04.09.2016

“Wie findet ihr mein Lila Outfit – letzte Stoffreste vom Bistum Limburg!”

So begrüßte “Bäppi” die Gäste und zahlreiche extra angereiste Fans. Ein Feuerwerk von Witzen und Zoten war es nicht. Hat auch niemand erwartet. Dennoch witzig und erheiternd, aber sehr oft zum Nachdenken anregend. Er sang und interpretierte Lieder, von oder bekannt durch Zarah Leander, Lale Andersen und Marlene Dietrich, wie “Lili Marlen” oder “Die Moritat von Macke Messer ” aus der Dreigroschenoper.

Am Klavier begleitete ihn, der Frankfurter Musiker “Sir Gabriel Groh”. Er erzählte von seiner Zeit in der Tanzschule Kiel-Blell und von der Guten Alten Zeit. Von Heinz Erhard, Hans-Joachim Kulenkampff und Peter Frankenfeld habe er viel gelernt, was die Zuschauer mit Zwischenapplaus bedachten. Er erinnerte sich, wie sie früher den Weihnachtsbaum schmückten, “das Lametta wurde fein säuberlich zusammengelegt und wieder verwendet”. Da durfte das makabere Gedicht “Advent” von Loriot nicht fehlen.

Mit Blick auf die vielen Krisen und Kriege in der Welt schloss Bäppi La Belle seine Show mit dem Lied “Sag mir wo die Blumen sind…wann wird man je verstehen”. 

Bild Bäppi und Gabriel 01

 
Büdingen Kreisanzeiger - 04.02.2016

Bäppi La Belle zeigt sich solidarisch mit dem BCC

Eigentlich sollte der Travestie-Künstler Bäppi La Belle am vergangenem Samstag auf der BCC-Fremdensitzung auftreten. Wegen der Demo in Büdingen musste die Veranstaltung allerdings abgesagt werden. Eine Katastrophe für den Verein. Schnell erkannte der Künstler das Fiasko und verzichtet spontan auf seine Gage.

„Natürlich habe ich für diesen Abend zahlreiche Anfragen abgelehnt da ich in Büdingen verpflichtet war. Für mich ist es aber selbstverständlich auf meine Gage zu verzichten. Ich weiß, was für ein Aufwand betrieben werden muss um solch` eine große Sitzung zu stemmen. Meine Freunde vom BCC sollen wissen, dass ich zu dem Verein stehe“, äußert sich Bäppi alias Thomas Bäppler-Wolf gegenüber dem Büdinger Carneval Club.

Bäppler setzt noch einen drauf! Am Sonntag, den 14.Februar 2016 gastiert er mit seinem Programm „Bäppi – unterwegs auf Kul(Tour) und Gabriel Groh um 18:00 Uhr in der Willi Zinnkann-Halle. Von jeder verkauften Eintrittskarte spendet er 2,00€ an den Carneval Club.

Der Vorstand des BCC ist überrascht und gerührt zu gleich. „Eine tolle Aktion von Bäppi. Wir sind ihm sehr dankbar. Besucht alle die Show am 14.02.2016“

Bild Bäppi und Gabriel